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Kein Kind ohne Ferienerholung
Stiftung Jugendarbeit Schleswig-Holstein/Landesjugendring (Anne-Gesa Busch)
Projektort: Kiel

21 %
410 €
von 2.000 € Zielsumme
5
Unterstützer

Beendet
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Worum geht es in diesem Projekt?

Ziel der Aktion „Kein Kind ohne Ferienerholung“ ist es, Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien die Teilnahme an Ferienfreizeiten von Vereinen und Verbänden zu ermöglichen.

Was bewegt das Projekt in Schleswig-Holstein?

In Schleswig-Holstein lebt fast jedes 6. Kind unter Bedingungen von Kinderarmut. Das bedeutet, dass die Familien oft nicht genug Geld haben, um ihren Kindern die Teilnahme an Ferienfahrten und -freizeiten zu finanzieren. Ziel der Aktion „Kein Kind ohne Ferienerholung“ ist es, Zuschüsse für Ferienfahrten zu gewähren, damit Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien an einer Ferienfreizeit teilnehmen können. Das Einzigartige an unserer Aktion ist, dass hier ein Zusammenwirken von Eltern, gemeinnützigen Trägern aus der Jugendarbeit, öffentlicher Jugendhilfe und privater Förderung die Basis für den Erfolg ist. Die Stiftung Jugendarbeit führt das Projekt seit 2007 zusammen mit dem Landesjugendring Schleswig-Holstein durch. In diesem Jahr fehlen mindestens 2.000 Euro.

Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?

Ferienfahrten und -freizeiten leisten einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien. Sie ermöglichen ihnen die Teilhabe an gemeinschaftsfördernden Aktivitäten und bieten Kindern und Jugendlichen dadurch Spaß und Erholung. Ohne diese Förderung würden die betroffenen Kinder und Jugendlichen davon ausgeschlossen bleiben. Das Ziel des Projekts des Landesjugendrings besteht auch darin, Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien einen Zugang zur Jugendarbeit zu ermöglichen. Jugendverbände setzen auf ehrenamtliches Engagement und Partizipation, Ferienfahrten und -freizeiten werden überwiegend von ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleiter durchgeführt. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nach solchen Fahrten Interesse, sich auch selbst längerfristig in diesem Bereich zu engagieren. Dadurch wird ihre gesellschaftliche Ausgrenzung überwunden. Da auch die Teilnehmenden in die Programmgestaltung und die konkrete Durchführung miteinbezogen werden, lernen sie auf Jugendfreizeiten Strukturen und Formen altersgerechter Beteiligung kennen und probieren diese aus. Dank des guten Betreuungsschlüssels bleibt den Kindern und Jugendlichen dabei genügend Raum für eigene Ideen. Freizeiten bieten neben Möglichkeiten des formalen Lernens vor allem Gelegenheiten für das informelle Lernen: Im spielerischen Miteinander werden Gesellschaft und gemeinschaftliches Miteinander viel unmittelbarer erlebt, als z.B. in Klassengemeinschaften. Armut, heißt es in unserer Gesellschaft häufig, sei nur durch Bildung zu überwinden, zu Bildung gehört aber in jedem Fall soziale Bildung und die kann auf Ferienfreizeiten so gut wie fast nirgends sonst vermittelt werden: spielerisch, frei, ohne einen formalen Lehrplan. Jugendfreizeiten bieten Freiräume, die Kinder und Jugendliche benötigen, um sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln zu können.

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Das Projekt fördert die Teilnahme an Ferienmaßnahmen vorrangig in den Sommerferien. Hierzu schreiben wir Anfang des Jahres Sponsoren an, um Spenden einzuwerben. Unsere gemeinnützigen Verbände können vor den Ferien einen Zuschuss zu den Teilnahmegebühren für bedürftige Kinder und Jugendlichen beantragen, eine Vollfinanzierung ist ausgeschlossen. Die Familien der Kinder weisen ihre Bedürftigkeit nach, dazu wenden wir die Ferienwerksrichtlinie des Landes an. Im Jahr 2015 konnten mit Hilfe von Spendengeldern und Mitteln der Stiftung Jugendarbeit etwa 200 Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einer Ferienfreizeit ermöglicht werden. Das Land Schleswig-Holstein beteiligt sich mit 3.000 Euro pro Jahr, insgesamt kamen etwa 15.000 Euro zusammen. Für dieses Jahr gibt es noch eine Finanzierungslücke von 2.000 Euro. Bei darüber hinausgehenden Spendengeldern, könnten wir mehr Kindern von unserer Warteliste unterstützen oder die Mittel für die Finanzierung der Aktion im nächsten Jahr einsetzen.

Wer steht hinter diesem Projekt?

Die Stiftung Jugendarbeit Schleswig-Holstein führt „Kein Kind ohne Ferienerholung“ in Kooperation mit dem Landesjugendring durch. Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Jugendverbände und Jugendringe. Er vertritt die Interessen von 25 Mitgliedsorganisationen und 15 Kreisjugendringen, denen zurzeit mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche angehören. Zu den wesentlichen Aktivitäten der Jugendverbände gehören Jugendbildungs-, Freizeit- und Erholungsmaßnahmen. Die Arbeit der Jugendverbände in Schleswig-Holstein wird vor allem durch die mehr als 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getragen.

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