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Hilfe für traumatisierte Kinder aus Kriegsgebieten
Wendepunkt e.V.
Projektort: Elmshorn

112 %
112 %
finanziert:
1.735 €
Zielsumme:
1.550 €
Unterstützer:
9
Umgesetzt
PROJEKTBESCHREIBUNG
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Worum geht es in diesem Projekt?

Kinder, die aus Kriegsgebieten flüchten mussten, sind oft traumatisiert. Sie und ihre Eltern benötigen dringend Hilfe in Form eines ersten Screenings und einer professionellen Trauma-Intervention.

In diesem Jahr übersteigen die Flüchtlingszahlen die der letzten Jahrzehnte bei weitem. Um zu überleben fliehen Menschen vor dem Krieg in ihrem Heimatland. Im europäischen Vergleich wurden im ersten Quartal 2015 die meisten Asylanträge in Deutschland gestellt. Der im Kreis Pinneberg und Hamburg tätige Wendepunkt e.V. unterstützt die Flüchtlinge in Schleswig-Holstein. Es sind Menschen, die Krieg, Vertreibung und Flucht erfahren mussten. Sie haben Menschen sterben sehen, Gewalt erfahren und Bombardements überlebt. Oft befanden sie sich monatelang in Lebensgefahr. Studien besagen, dass 80 % von ihnen traumatisiert sind. Kinder sind in diesen Situationen besonders schutzlos. Im sicheren, jedoch fremden Land angekommen, finden sie und ihre Familien sich dann in einer völlig neuen Umgebung wieder – eine weitere Herausforderung und oft auch Überforderung. Betreuer, Lehrer oder Erzieher treten in diesen Fällen an den Wendepunkt e.V. mit seiner Interdisziplinären Trauma-Ambulanz Westholstein heran. Die dezentrale Trauma-Sprechstunde ermöglicht schnelle Hilfe durch Psychologen, Therapeuten und weitere Experten. Im ersten Schritt findet ein Screening (Diagnostik) statt. Durch die sogenannte Psychoedukation werden den Betroffenen und ihren Familien dann Strategien zur Bewältigung des Erlebten aufgezeigt. Wenn nötig werden sie in weitergehende psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung vermittelt. Mit dem Spendenziel können 6 Kinder und Jugendliche ein ausführliches Screening bekommen, das die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen bildet.

Die Fallzahlen steigen stetig an, gerade in den letzten Wochen und Monaten. Es ist kaum mehr möglich, die vielen Anfragen zu bewältigen, denn es fehlen die finanziellen Mittel. Der Wendepunkt e.V. ist daher dringend auf Spenden angewiesen. Wer Krieg, Vertreibung und Flucht erlebt hat, braucht Schutz und Zuwendung. In einem mehrstündigen Diagnostikverfahren wird geklärt, ob und in welchem Umfang von einer Traumatisierung auszugehen ist. Hierauf fußt das weitere Vorgehen, um jeden jungen Flüchtling individuell unterstützen zu können.

In der Interdisziplinären Trauma-Ambulanz Westholstein des Wendepunkt e.V. haben betroffene Kinder, Jugendliche und deren Eltern eine niedrigschwellige zentrale Anlaufstelle, in der sie zeitnah durch psychosoziale und gegebenenfalls medizinische Fachkräfte versorgt werden. Screening und Diagnostik werden mit einem Befundbericht und einer Empfehlung für das weitere Vorgehen abgeschlossen. Dieser Baustein kostet pro Kind 250 Euro. Nicht in jedem Fall ist eine Therapie erforderlich. Gerade deswegen ist das Screening entscheidend, damit die wenigen Ressourcen für diejenigen eingesetzt werden können, die intensiver Unterstützung bedürfen. Sollte das Spendenziel übertroffen werden, könnten weitere Kinder eine Diagnostik erhalten.

Der Wendepunkt e.V. engagiert sich seit 1991 für Respekt und Gewaltfreiheit in Erziehung, Partnerschaft und Sexualität im Raum Pinneberg und Hamburg. Die Interdisziplinäre Trauma-Ambulanz Westholstein wurde 2014 vom Wendepunkt e.V. ins Leben gerufen. Insbesondere die Kinder- und Jugendpsychiatrie aber auch die Erwachsenenpsychiatrie der Regiokliniken sind enge Kooperationspartner. Die Trauma-Ambulanz arbeitet eng mit der öffentlichen Jugendhilfe zusammen.

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am 29.12.2015

Das Jahr geht zuende und wir möchten noch einmal ganz herzlich "Danke" sagen. Sie haben es mit Ihren Spenden ermöglicht, dass wir bei drei hochauffälligen Jugendlichen in entsprechenden mehr

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Nutzer deaktivert
am 16.11.2015

Liebe Unterstützer, wir sind sehr angetan von den zahlreichen Spenden, die für das Projekt "Hilfe für traumatisierte Kinder aus Kriegsgebieten" eingegangen sind. Und besonders stolz sind mehr

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am 16.09.2015

Zum Thema ein kurzer Beitrag aus der heutigen Tagesschau: Traumatisierte Flüchtlinge brauchen mehr Hilfe - http://www.tagesschau.de/inland/traumatisierte-fluechtlinge-101.html

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