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„Leben retten!“ - Kostenlose Rettungskurse für Bürger
KN hilft e.V.
Projektort: Kiel

101 %
101 %
finanziert:
1.710 €
Zielsumme:
1.700 €
Unterstützer:
2
Erfolgreich
PROJEKTBESCHREIBUNG
project
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Worum geht es in diesem Projekt?

In Deutschland wissen zu wenige Menschen, was nach einem Herzstillstand im Notfall zu tun ist oder haben Hemmungen. Dabei können die ersten Minuten, bis ein Notarzt eintrifft, Leben retten.

Die Kieler Nachrichten und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein haben im November 2016 die Aktion „Leben retten!“ gestartet. Die ersten drei zweistündigen Schulungen, während denen UKSH-Fachpersonal jeweils 30 Personen mit Herzdruckmassage vertraut macht, haben die KN finanziert. Für alle weiteren wie diese hier vorgesehene in Kiel werden nun Partner gesucht oder Spenden benötigt. Eine Schulung kostet 1.700 Euro, da die 30 Teilnehmer an Puppen üben und diese anschließend mit nach Hause nehmen, damit sie ihr Wissen an Angehörige oder Freunde weitergeben können. Jeder kann urplötzlich in die Situation geraten, hilflos vor einem Bewusstlos zu stehen – oder selbst Soforthilfe zu benötigen.

Herzstillstand bedeutet akute Lebensgefahr. Auf der Straße, auf dem Sofa vor dem Fernseher und sogar auf dem Fußballplatz. Die Geschichte des Selenter Stürmers Thies Weisner zeigt: Ein Herzstillstand kann jeden treffen. Vor allem aber: Jeder kann Leben retten. Der Sportstudent war im Frühling 2014 ohne jegliche Warnzeichen in einem Trainingsspiel mit dem Kreisligisten TSV Selent gegen die Alt-Liga zusammengebrochen. Stefan Cawello lief sofort mit zwei Mitspielern zu seinem bewusstlosen Freund. Cawello: „Ich selbst hatte noch aus meinem Pharmaziestudium im Ohr: ,Das einzig Falsche ist, nichts zu tun.’ Gemeinsam mit Mitspieler Hauke Kühl, begann er mit Herzdruckmassage und Beatmung, zehn Minuten lang, bis der Rettungsdienst eintraf. Der setzte einen Defibrillator ein. Mit Erfolg: Das Herz des damals 23-Jährigen begann wieder zu schlagen. Thies Weisner kommt in die Klinik und überlebt – ohne Dauerbeeinträchtigungen. Für den heute 26-Jährigen steht fest: „Das ist ein unfassbar großes Glück. Die Ärzte haben das vor allem auch auf die schnelle und konstante Wiederbelebung zurückgeführt.“ Inzwischen kann er sogar wieder Fußball spielen.

Wenn die erforderliche Summe für einen Kursus zusammengekommen ist, kann eine neue Schulung in Schleswig-Holstein angeboten werden. Raumangebote mit einer Größe von 60 Quadratmetern gibt es bereits in ausreichender Anzahl, Termine ebenfalls, nur das Geld fehlt. An Übungspuppen bringt das UKSH-Fachpersonal den Teilnehmern bei, wie Herzdruckmassage funktioniert. Das kann anstrengend sein, denn mit schnellem und starkem Drücken auf den Brustkorb soll der Blutkreislauf in Gang gehalten werden, damit das Gehirn mit Sauerstoff versorgt wird.

Der „KN hilft e.V.“ der Kieler Nachrichten und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Väter der Aktion „Leben retten!“ sind KN-Chefredakteur Christian Longardt und Privatdozent Dr. Jan-Thorsten Gräsner vom UKSH, der sein Engagement so begründet: „Vielfach besteht in Deutschland offensichtlich die Sorge, bei den einfachen Wiederbelebungsmaßnahmen etwas falsch zu machen. Dann kommt hinzu, dass Menschen sich manchmal davor fürchten, fremde Menschen zu berühren, geschweige denn eine Wiederbelebung zu starten. Dabei kann man dabei keine Fehler begehen, man kann die Situation für den Betroffenen nicht verschlechtern.“ Und Christian Longardt sagt: „Uns ist wichtig, dass mehr Menschen wissen, wie man in einer Notsituation richtig reagiert. Angesichts von Landärzte-Mangel und einer alternden Gesellschaft gewinnt das Thema immer mehr an Bedeutung. Wenn wir damit nur ein Leben retten, hat sich die Aktion schon gelohnt.“

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  • Anonym
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